Hochneukirch. Beim Hochneukircher TC ist am Wochenende die 30. Ausgabe des Jakob Hombach Gedächtnis Cups zu Ende gegangen – und sie hielt bis zur letzten Minute, was sich das Jubiläumsturnier vorgenommen hatte: ein Finale voller Spannung, Wendungen und großen Tennissports. Am Ende war es Elias Walter, der sich gegen den topgesetzten Justin Ilic in einem dramatischen Dreisatzkrimi mit 7:6, 3:6, 10:8 durchsetzte und sich damit in die Siegerliste des Traditionsturniers eintrug.
Umkämpfter erster Satz mit Tie-Break-Entscheidung
Walter erwischte den besseren Start und zog schnell mit 3:0 davon. Doch der topgesetzte Ilic fand zunehmend besser ins Spiel und verkürzte zunächst durch einen sicheren Aufschlaggewinn auf 1:3. Walter ließ sich davon zunächst nicht beirren und behauptete trotz Breakchancen für Ilic sein eigenes Aufschlagspiel zum 4:1. Von da an drehte Ilic das Momentum immer mehr auf seine Seite: Er hielt seinen Aufschlag und gelang anschließend das Break zum 3:4. Auch das nächste Aufschlagspiel ging an Ilic – 4:4 – ehe Walter seinerseits zum 5:4 servierte. Nach zum Teil spektakulären Ballwechseln gewann Ilic sowohl sein eigenes Aufschlagspiel als auch das seines Gegners und ging damit erstmals im Satz mit 6:5 in Führung. Walter steckte jedoch nicht auf. Ilic wirkte in der Folge etwas unkonzentriert und musste seinen Aufschlag zum 6:6 abgeben – der Tie-Break musste entscheiden. Beim Stand von 4:2 für Walter wurde die Seite gewechselt, ehe Walter den Tie-Break für sich entschied. Bereits zu diesem Zeitpunkt war zu erkennen, dass der Satzsieger zunehmend an Fitness einbüßte.
Zweiter Satz: Ilic nutzt den langen Weg ins Finale aus
Der Grund für Walters nachlassende Kräfte war schnell gefunden: Anders als Ilic hatte er sich zuvor durch ein enges Halbfinale gegen Ole Valkyser kämpfen müssen, während sein Finalgegner ohne Halbfinale ins Endspiel eingezogen war. Auf die lange Distanz zeichnete sich damit immer deutlicher ab, dass Ilic über mehr Reserven verfügen würde. Nach einer zunächst ausgeglichenen Anfangsphase, in der sich beide Spieler bei eigenem Aufschlag keine Blöße gaben, gelang Ilic schließlich das vorentscheidende Break zum 5:3. Er servierte den Satz sicher aus und glich die Partie durch das 6:3 im Satzverhältnis zum 1:1 aus.
Match-Tie-Break als würdiger Showdown
Was folgte, war Tennis der Extraklasse vor rund 150 Zuschauern – ein Match-Tie-Break, der bis zum Schluss keinen klaren Favoriten erkennen ließ. Beim Stand von 3:3 spielte Ilic einen leichtfertigen Stopp, der im Netz landete – Walter witterte trotz zunehmender körperlicher Unterlegenheit seine Chance. Ilic versuchte in der Folge immer wieder, das Tempo hochzuhalten und die Punkte schnell zu gestalten, hatte in der entscheidenden Phase aber auch etwas Pech: Mehrere potenzielle Winner verfehlten das Feld nur knapp oder landeten neben der Linie. Walter nutzte schließlich seinen zweiten Matchball und entschied den Tie-Break mit 10:8 für sich. Mit dem hart umkämpften, aber letztlich verdienten 7:6, 3:6, 10:8-Erfolg sicherte sich Elias Walter den Turniersieg 2026 – und schrieb damit ein besonderes Kapitel in der 30-jährigen Geschichte des Jakob Hombach Gedächtnis Cups beim Hochneukircher TC.
Turnierseite und vollständiges Tableau:
