Im Finale der Juniorinnen traf die topgesetzte Ran Wakana aus Japan auf die ungesetzte Deutsche Carlotta Seling. Der Beginn war ausgeglichen, und Carlotta profitierte zunächst von einigen Fehlern ihrer Gegnerin, wodurch sie sich sogar Chancen auf ein 2:0 erspielte. Ran hielt jedoch ihr erstes Aufschlagspiel und nahm im Gegenzug Carlotta den Aufschlag zum 2:1 ab. Danach zeigte die Japanerin einen sehr dominanten Auftritt und entschied den ersten Satz souverän mit 6:1 für sich.
Zu Beginn des zweiten Satzes schlichen sich bei Ran noch einmal ein paar Unkonzentriertheiten ein, sodass Carlotta ihren Aufschlag zum zwischenzeitlichen 1:1 durchbringen konnte. Letztlich war die Topgesetzte aber zu dominant und gewann Satz und Match nach knapp 75 Minuten mit 6:1 und 6:2.
Ihrer Favoritenrolle wurde Ran Wakana damit voll gerecht – gemeinsam mit ihrer Partnerin Natsuki Irokawa (ebenfalls Japan) sicherte sie sich zudem als Topgesetzte auch den Titel im Doppel und feierte somit ein perfektes Turnier.
Nervenschlacht bis zum letzten Punkt: Baroni krönt sich zum Sieger
Im Finale der Junioren standen sich der an 7 gesetzte Mattia Baroni aus Italien und der an 6 gesetzte Alexey Frolov aus Russland gegenüber – und lieferten sich von Beginn an ein enges, hochklassiges Spiel. Mattia gelang im ersten Satz früh das Break zum 2:1, danach brachten beide ihre Aufschlagspiele souverän durch bis zum 5:4 für den Italiener. Beim Aufschlag zum Satzgewinn wackelte er trotz 30:0-Führung noch einmal kurz, sicherte sich den Satz aber am Ende mit 6:4.
Im zweiten Satz steigerte sich Alexey deutlich bei seinem Aufschlag und gelang bei Mattias Aufschlagspiel ein frühes Break zum 2:0, das er bei eigenem Service zum 3:0 bestätigte. Es folgte ein hart umkämpftes Aufschlagspiel von Mattia, in dem beide Spieler mehrfach die Chance auf den Spielgewinn hatten – am Ende behielt Mattia die Oberhand und hielt seinen Aufschlag. Das Match schien zu kippen: Alexey hatte mit seinem starken Service weniger freie Punkte, und sobald sich die Ballwechsel verlängerten, hatte Mattia zunehmend die Nase vorn.
Dennoch behauptete sich Alexey zunächst und zog auf 4:1 davon. Mattia verkürzte umgehend auf 4:2, und es entwickelte sich eine echte Nervenschlacht. Mit spektakulären Punkten und seinem variantenreichen Spiel sorgte der Italiener für die Highlights der Partie und schaffte in einem fast 15-minütigen Aufschlagspiel von Alexey das Rebreak zum 3:4 aus seiner Sicht. Anschließend hielt er seinen eigenen Aufschlag zum 4:4 und ihm gelang ein weiteres Break zum 5:4. Mit seinem ersten Ass des gesamten Spiels machte Mattia Baroni schließlich den verdienten Sieg mit 6:4 und 6:4 bei den diesjährigen NRW Junior Open perfekt.
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